Archiv

Alice...where the f**k is Alice?!

kulinarisches erlebnis der woche
bei mcD gibt es leckeres softeis fuer nur $0.5 (= 0.3 eus). warum gibts das bei uns nicht?!?

kuriositaet der woche
die cattlefarm (viehfarm), auf der wir mit der tour gecampt haben, ist groesser als belgien.

 

ja, ich weiss, dieser beitrag ist mehr als ueberfaellig. endschuldigt bitte...in letzter zeit war einfach viel los - wie ihr gleich lesen werdet!
damit nicht alles wieder in einen hyperlangen beitrag ausartet, heute nur ein bisschen von "vielem". Da ich die naechsten 2 monate mal sesshaft werde und hier in alice springs zum arbeiten bleibe (ich hab doch tatsaechlich nen job!) und daher in naher zukunft nicht viel passieren wird, bietet sich das einfach an.
und mit noch einer sache muss ich leider erstmnal enttaeuschen: da dieser rechner nicht SD-karten-lesefaehig, dafuer aber fast gratis ist, werdet ihr auf ein foto bis zum naechsten beitrag warten muessen - aber ich habe schon eins, dass ich euch dann reinstelle :-) (nur war meine motivation heute mittag bei den aktuellen 32 grad im schatten nochmal in die stadt zu laufen und ein internetcafe mit kartenlesegeraet zu suchen nicht grade gross...)

ok, was ist alles passiert? eine ganze menge!
zunaechst mal die dramatischste aenderung in meinem traveller-leben: jana hat mich nach unheimlich schoenen und koffeinhaltigen viereinhalb monaten gemeinsamen reisens durch neuseeland UND australien am vergangenen donnerstag doch tasaechlich verlassen. und das ist eine ganz schoene umstellung gewesen, nachdem wir vorher 24/7 7 tage die woche zusammen waren, war sie einfach auf einmal weg. ein unheimlich komsiches gefuehl ...weniger das "allein reisen und sein" an sich als viel mehr die umstellung vom einen zum anderen, die viel mehr unterschiede mit sich bringt, als ich auf den ersten blick gedacht haette...und ich versteh immernoch nicht, was du an dem oldenbruger wetter findest ;-)


inzwischen habe ich mich mehr oder weniger an die neue situation gewoehnt, wahrscheinlich auch, weil hier alles im moment ziemlich gut laeuft und ich mich, wie oben schon erwaehnt, erstmal "niedergelassen" habe und damit einen ziemlich genauen plan davon habe, was ich in naechster zeit so machen were. aber erstmal chronologisch der reihe nach...(gott, ist mein letzter eintrag lange her!)

"so wie man plant und denkt" kam es dieses mal wirklich (kein blonder herr im schwarzen anzug, kein lucheni) und jana und ich sind am 29.3. nach einem kurzen, wenn auch angenehmen flug von cairns aus in alice springs angekommen.
"centralia", wie sich dieser teil australiens, das zentrum, nennt ist absolut einmalig und vor allem genauso, wie man sich australien klischeehaft vorstellt, rote erde, knallblauer himmel, eine rote bergkette und vor allem: waerme. hitze waere uebertrieben. vor allem aber war endlich diese eklige luftfeuchtigkeit, sowie der regen, beides alte bekannte aus cairns endlich verschwunden.
alice springs als stadt hingegen hat weniger charme als seine lage: auf den ersten blick etwas gruselig, kahl, klein, langweilig. und definitiv nicht die stadt, in der man nachts alleine unterwegs sein sollte - nicht mal auf den weg anch hause.
trotzdem - irgendwie mag ich alice, den flair, die atmosphere, die umgebung - das alles macht es irgendwie wett. vor allem hat man im gegensatz zur ostkueste hier wirklich das gefuehl, in australien zu sein. man kann hier die weitlaeufigkeit des ganzen landes irgendwie spueren und es sind vor allem viel weniger touristen und "partybackpacker" unterwegs. und das ist schoen.

am 30.3., den tag, an dem wir morgens um 6 uhr unsere grosse uluru-kata tjuta- kings canyon-tour gestartet haben, brachte gleich zwei ueberraschungen. A) nachts ist es noch kaelter, als an dem schon an und fuer sich kalten und verregnetem tag davor (zum ersten mal seid neuseeland hatte ich freiwillig wieder geschlossens schuhe an mo.O) und B) wir waren doch tatsaechlich die einzigen beiden deutschen (und, wie sich spaeter herausstellen sollte, auch die beiden juengsten) auf der tour. das war super, sag ich euch!

nachdem es am ersten tag mit dem "heart attack"-aufstieg am kings canyon schon gut anfing - das wetter war inzwischen wieder gut, zum gleuck aber nicght zu gut, sondern nahezu perfekt mittelmaessig, drauf-, war das, was folgte auch noch atemberaubend, aber auf eine andere art und weise. ihr werdet es zuhause dann auf den fotos sehen: fels, fels, fels, busch, fels....garden of eden...fels....
im garde3n of eden waren wir schwimmen. das war zwar schweinekalt, aber es hat sich gelohnt, denn vomn anderen ende dieses dauerhaften wasserlochs, das uebrigens mitten im ...roten felsen ist, hatte man einenh super ausblick ueber den canyon...zu schade, dass eine kamera diesen trip nicht ueberlebt haette.
danach sind wir noch "down the road and around the corner" zu unserem 50000-sterne hotel gefahren. ACHTUNG! wenn ein auistralier von "die strasse runter und um die ecke" redet, koennen das gut und gerne 500km sein - so in diesem fall.
nach holz sammeln, feuer aufschichten, essen kochen und fassen wurden wir erstmal von daniel, unserem tourguide, dem man den spass und die begeisterung an der sache auf 5 km gegen den wind anmerken kann, in sachen "outdoor-klo" (das kannten wir ja schon von fraser island) und vor allem "swag" eingewiesen.
wer sich jetzt fragt, was ein swag ist: man kann sich das wie ein wasserabweisender uebergrosser schlafsack mit integrierter isomatte vorstellen, eine betrolle oder so, in die man dann je nach kaelte (vorhanden) seinen schlafsack (zum gleuck auch vorhanden!!) reinrollen und sich darin einkuscheln kann. und dann liegt man da mitten im outback und ohen zivilisation, schaut hoch zu den gaaaanz vielen millionen bazzilfastiliarden sternen und schnuppen und fragt sich, wer eigentlich sowas bescheuertes wie ein zelt braucht??!! ach ja, die in deutschland. da regnets ja. hier isses nur schweinekalt nachts. ein glueck!!

am naechsten morgen wurden wir von daniel um ca. 6 aus den swags gescheucht (erste aktion - fleecejacke anziehen!!), um anschliessend im auto weiter zu schlafen. auf dem weg zum grossen felsen.
dort angekommen...wow. alles,was man dazu sagen kann ist wirklich: wow! man denkt ja, das man den dummen grossen felsen von so vielen bildern, postkarten, reisemagazinen und aehnlichem kennt, dass das ganze ziemlich ausgelutscht sein muesste und man erstaunen und begeisterung eventuell vortaeuschen muss - aber glaubt mir, egal wie viele bilder ihr gesehen habt - der uluru ist so anders, wenn man direkt davor steht! nicht nur anders, weil man seiten sieht, die nicht fotografiert werden duerfemn, sondern auch einfach anders anders - ein weiterer beweis dafuer, das atmosphaere auf bilden einfach nicht rueber kommt. und vor allem: das ding IST einfach ueberdimensional gross! (und geht unterirdisch geschaetzt noch 7km weiter...)
dennoch, nach einmaligem umrunden mit dem "rockmobil" ("thats not a bus - it's a ROCKMOBIL!" fuehrte uns unser weg erst weg von dem beeinruckenden roten felsen und hin zu den kata tjuta,wie die "olgas" seid 1984 wieder heissen.
und auch hier hiess es erstmal: wandern. wandern, und dabei unheimlich viele informative und interessante dinge erfahren, sei es ueber die plattentektonik und damit entsteheung des uluru un der olgas, oder ueber die, zugegebenermassen sehr erschuetternde vergangenheit der aboriginies in australien oder, immer wieder ein beliebtes thema, flora und fauna des outbacks. kaum zu glauben, an was man da alles vorbeilaeuft, ohne darauf zu achten (und vor allem: fuer was es im notfall gut sein koennte!)immer wieder mussten wir dabei auf "haensel und magnum" (benannt anch den beiden models aus zoolander) warten, ein englaender und ein hollaneder, die zusammen reisen udn es sich nicht nehmen lassen konnten, ueberall mehr oder minder interessante posierte bilder voneinander zu schiessen *g* doch, wir waren schon eine sehr lustige gruppe.

nach der wanderung durch die roten schluchten (und wer da war fragt sich sicherlich nicht, warum es "valley of the winds" heisst) und leckerem lunch haben wir uns dann das wirklich gut aufgebaute kulturzentrum angeschaut. wusstet ihr, dass es dort einen ganzen ordner mit "endschuldigungs"-briefen gibt, von leuten, die sich entdweder dafuer endschuldigen wollen, dass sie, wissend oder unwissend des religioesen hintergrundes des grossen roten felsen, bilder von heiligen staetten gemacht, den berg bestiegen oder steine/kiesel mitgenommen haben? jedes jahr kommen ziemlich viele solcher briefe an, nicht selten zusammen mit einem solchen kiesel und der bitte, diesen an seinen stammplatz zum uluru zurueckzulegen, was natuerlich auch geschieht.
nach einem mala(so heisst der stamm, der am uluru wohnt)-walk und vielen weiteren informationen und der erkenntnis, dass der uluru eigentlich grau ist, sind wir danch wiederum zum "geheimen platz" gefahren, um dort nach dem abendessen den sonnenuntergang und des spektakulaeren farbwechsel des uluru zu beobachten. dieser parkplatz war so geheim, dass wir vor touristen den felsen kaum sehen konnten.
ein stueckchen weiter habe ich dann doch einen platz gefunden, sehr schoene fotos machen koennen (vor allem von unserm gruppenclown, einem suedafrikaner ein bild in voller schwimmmontur vorm felsen).
danach? naja, die mehrheit war gegen den campingplatz und eher fuer feuer und den goon (=wein), den uns die nette dame von der teuren tourgesellschaft hat klauen lassen (sie duerfen ihn usn nicht schenken, aber selbst schmeiss en sie ihn weg...daher hat sie ganz unauffaellig weggeguckt *g*), daher hiess es wieder: ab in den busch! und es war wieder eine wundervolle sternreiche nacht...wennauch wieder ziemlich kalt...

am naechsten morgen sind wir zurueck zum berg, drum, herum gewandert, dann mit dem auto, endschuldigung, rockmobil wieder richtung alice zurueck: die strasse rubter und um die ecke ;-)
unterwegs haben wir noch fuer ca. 20000 thorny devils angehalten, an einer kamelfarm angehalten, bei der der suedafrikaner wieder im schwimmontur fotografiert werden konnte, diesmal auf einem kamel sitzend, und schliesslich nach ein paar stunden waren wir wieder "zu hause" in alice. dann hiess es schnell unter die dusche (endlich!!) und richtung stadt, denn wir wollten noch zusammen essen gehen. hat auch geklappt. und n kleinen drink im "saloon" (von dem ich naechstes mal mehr erzaehlen werde) gabs auch noch. bett, (richtiges bett!!), naechster tag.

der "naechste tag" war der 2. april (oh mein gott, ich haenge wirklich lichtjahre hinterher). und da mach ich naechstes mal weiter. und keine angst, ihr werdet nicht wieder so lange warten muessen  -schliesslich hab ich jetzt einen geregelten tagesablauf ;-) 

 Bis bald, meine lieben geduligen leserlein,

das ellieroo 

ps: heute ist anzac day - wer will, kann das ja mal anchgucken ;-) 

7 Kommentare 25.4.07 21:25, kommentieren



Werbung